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01.Sep

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Chronik

Freiwillige Feuerwehr Leiwen

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Leiwen

Autor: Gerd Schneider

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Leiwen zu erfassen und darzustellen, fällt aufgrund fehlender schriftlicher Unterlagen, besonders aus den Anfangszeiten, recht schwer. Durch Recherchen und in Gesprächen mit Zeitzeugen haben wir dennoch versucht, einen chronologischen Geschichtsablauf darzustellen.

Einen ersten Hinweis auf eine Feuerwehr in Leiwen bietet die Eintragung im Beschluss- Buch der Bürgermeisterei-Versammlung der Bürgermeisterei Leiwen vom 28. Juli 1872; an diesem Tag wurde die Gründung einer Feuerwehr für jeden der Orte der Bürgermeisterei Leiwen – Leiwen, Köwerich, Detzem und Thörnich – beschlossen.

Die einzelnen Paragraphen, die einen interessanten Einblick in die Zuständigkeit und Aufgaben in den Anfängen der Feuerwehr bieten, beinhalten im Wesentlichen folgendes:

§ 1.  Der Bürgermeister ist „beständig Chef“ der Feuerwehr und der Ortsvorsteher sein Stellvertreter. Die Anordnungen der beiden sind von den Mitgliedern der Feuerwehr pünktlichst auszuführen.

§ 2.  Sooft seitens des Bürgermeisters oder dessen Stellvertreter die Feuerwehr zur Übung durch die Schelle oder andere Signale zusammengerufen wird, müssen die Mitglieder pünklichst erscheinen oder ihr Ausbleiben von der Übung genügend rechtfertigen.

§ 3.  Sobald Feuer im Ort oder in einem Nachbarort signalisiert wird, haben sich die Mitglieder der Feuerwehr an das Spritzenhaus zu begeben, dort die Befehle entgegen zunehmen und mit den „Löschgerätschaften“ auszurücken.

§ 4.  Die Besitzer von Pferden und Zugochsen sind verpflichtet, bei im Ort ausbrechenden Bränden die eventuell vorhandenen Wasserkufen (= Bottiche, Kübel) und Fässer so lange zur Brandstätte zu fahren, bis der Brand gänzlich gelöscht ist.
Jeder Eigentümer einer Pumpe oder eines Brunnens muss bei einem Feuer im Ort seine Pumpe oder seinen Brunnen zur Verfügung stellen, damit das nötige Wasser entnommen werden kann. Wird in einem benachbarten Ort Feuer signalisiert, so haben die Pferdebesitzer sofort mit ihren Pferden vor
dem Spritzenhaus zu erscheinen.

§ 5.  Die „erste Wahl” der Feuerwehrmannschaft geschieht durch den Gemeinderat:, die Ergänzung durch Bezeichnung seiner Mitglieder seitens des Bürgermeisters und des Ortsvorstehers.

§ 6.  Diejenigen Mitglieder der Feuerwehr, die bei einer Feuersbrunst oder Übung den Anordnungen des Bürgermeisters, seines Stellvertreters, der Spritzen- oder Abteilungsmeister nicht auf der Stelle Folge leisten oder ohne Entschuldigung fehlen, sowie die Besitzer von Zugtieren, die den Bestimmungen des § 4 nicht Folge leisten, sollen mit einer Geldbuße von ein bis drei Taler oder – falls sie das nicht können – mit Gefängnis bis zu drei Tagen bestraft werden. 1

Vor 1872 scheint es also noch keine organisierte Feuerwehr gegeben zu haben. Das Amtsblatt der Regierung zu Trier berichtet im Jahre 1834 über einen Brand in einem an der Mosel gelegenen Wohnhaus in Leiwen, dass der Bürgermeister von Neumagen – da der Leiwener Ortsvorsteher zufällig nicht da gewesen sei – mit „Spritzen und sämtlichen Brandeimern“ herbeigeeilt sei, um den Brand löschen zu helfen. Für ihren tatkräftigen persönlichen Einsatz werden der Zimmermann Johann Schneider, Michel Stoffel und Schiffes Joseph Schneider lobend erwähnt. 2

Als am 26. Januar 1846 im Hause des Kleinkrämers Pfister in Leiwen ein Feuer ausbricht, ist keine Rede von einer Feuerwehr, sondern es werden wiederum einzelne Personen lobend hervorgehoben: der Schieferdecker Johann Arens und Pfarrer Herber wegen seiner „umsichtigen Handhabung der Ordnung beim Löschen“. 3

Diese beiden Berichte – man könnte noch mehrere hinzufügen – zeigen, dass die Organisation bei Brandbekämpfungen wohl in den Händen des Ortsvorstehers bzw. einer anderen Person mit Autorität lag; zur Hilfe beim Löschen waren alle aufgerufen.

Bei Berichten über Brände in Leiwen wird nach 1872 die Feuerwehr ausdrücklich genannt. Als man in der Nacht vom 04. auf den 05. Mai 1914 in einem Haus im Unterdorf ein Feuer bemerkte, wurde „sofort durch Glockenläuten und Feuerwehrsignale die Einwohner von Leiwen vom Schlafe aufgeweckt. Das Feuer zu ersticken war nicht mehr möglich, und deshalb hatte die Feuerwehr nur für die Rettung der umstehenden Häuser zu arbeiten“. 4

In einem Protokollbuch des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Trier vom Jahre 1922 wird die Freiwillige Feuerwehr Leiwen als Mitglied des Feuerwehrverbandes mit Ihrem Wehrführer Johann Schneider erwähnt.

Neben Johann Schneider haben folgende Kameraden der Wehr vorgestanden:

Wehrführer

 

 

 

Vorname

Name

von

 

bis

 

Josef Rules und Josef Rosch

 

ab ca 1928

1947

Josef

Weis

1947

1963

Oswald

Werner

1963

1970

Franz

Reis

1970

1973

Josef

Weis

1973

1978

Matthias

Schneider

1978

1991

Bernd

Schu

1991

2000

Hans-Peter

Junk

2000

2008

Ralf

Steffes

2009

2013

Jürgen

Schneider

2013

 

In den ersten Jahren wurden die Brände noch mit Eimerketten und Handpumpen bekämpft. Mit der Anschaffung der ersten Tragkraftspritze, einer TS 8 im Jahre 1937 begann für die Feuerwehr Leiwen eine neue Zeit. Die Pumpe wurde auf einem hölzernen, per Hand gezogenen Karren zum Einsatzort transportiert. Neben der Pumpe waren auf dem Karren Leitern und das Schlauchmaterial verlastet. Mit der ersten Feuerwehrpumpe bezog die Feuerwehr auch ihr erstes Domizil im Eichamt, dem heutigen Heimatmuseum. In der Nähe des heutigen Weinbrunnen wurde zu Übungszwecken und zum trocknen der Schläuche ein hölzerner Übungsturm aufgebaut.

Die Alarmierung der Feuerwehr geschah durch das läuten der Kirchenglocken. Der Ruf zu den damals stattfindenden Übungen erfolgte durch einen Trompetenbläser. Anfangs übernahm dies Matthias Felten, der später von Franz Reis abgelöst wurde.

Mit dem Neubau der Grundschule in der Schulstrasse im Jahre 1957 und dem damit verbundenen Umzug der Schulklassen von der Kirchgasse in das neue Gebäude, wurde 1962 ein Teil des alten Schulgebäudes in der Kirchgasse zu einem Feuerwehrgerätehaus umfunktioniert. Im ehemaligen Schulzimmer bezogen die Wehrkameraden 1963 ihr neues Heim. Neben der Unterstellmöglichkeit für die Gerätschaften konnte im gleichen Raum auch eine Sitzgruppe (hierzu dienten die alten Schultische und Stühle) für Besprechungen aufgestellt werden. Gleichzeitig wurde auf der „alten“ Schule eine Sirene installiert mittels welcher ab dann die Alarmierung der Feuerwehr zu den Einsätzen oder Übungen erfolgte. In den Anfangsjahren wurde diese Sirene ausschliesslich im Handbetrieb per Druckknopf ausgelöst. Anfang der 80 er Jahre wurde die Sirene zusätzlich auf Funksteuerung umgestellt. So konnte der Alarm direkt von der Notrufleitstelle der Berufsfeuerwehr Trier per Funkimpuls nach einem Notruf ausgelöst werden.

Im Jahre 1963 wurde das erste Fahrzeug durch die Gemeinde Leiwen für die Feuerwehr bei der Fa. Schmitt, Neuwied, angeschafft. Es handelte sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug von Ford, mit der Kurzbezeichnung FK 1000. Dieses Fahrzeug bot Platz für max. 6 Personen, für die Tragkraftspritze, das komplette Schlauchmaterial und sonstige, feuerwehrtechnische Beladung.

Das Foto zeigt die Wehrkameraden mit dem Feuerwehrfahrzeug FK 1000 vor der neuen Grundschule. Dieses Fahrzeug war bis zur Ausmusterung im Jahre 1983 in Dienst bei der Leiwener Wehr.

Chronik103

Hintere Reihe, von links nach rechts: Josef Schu, Alfred Michels, Peter Weirich, Gerd Scholtes, Günter Wener, Fritz Treinen, Jakob Rosch

Mittlere Reihe, von links nach rechts: Hans Karling, Nikolaus Schneider, Matthias Schneider, Alfred Weis, Josef Ferber, Alfred Scholtes, Franz-Josef Jostock, Klaus Ferber, Albert Bender.  

Vordere Reihe, von links nach rechts: Heinrich Weis, Matthias Bartel, Heinz Weis, Oswald Werner, Josef Weis, Erich Schneider, Klaus Schmitt, Helmut Heimfarth, Franz Reis.    

Im Rahmen der Gebietsreform 1971 wurden die Aufgaben des Brandschutzes von der Ortsgemeinde auf die aus dem Amt Klüsserath und dem Amt Schweich gebildete Verbandsgemeinde (VG) Schweich übertragen.
Das schnelle Wachstum der Gemeinde Leiwen mit den vielen Hotel- und Pensionsbetrieben und dem Ferienpark Sonnenberg erforderten es, dass im Jahre 1982 ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) durch die Verbandsgemeinde Schweich als Ersatz für das in die Jahre gekommene Fahrzeug beschafft wurde. Neben der herkömmlichen Ausstattung wurden erstmals umluftunabhängige Pressluftatmer mitgeführt. Die bedeutete für die Wehrkameraden weitere Ausbildung und größere Verantwortung. Ebenso wurde ein hydraulischer Rettungssatz mit Schere und Spreizer für die Rettung von eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen und ein Sprungrettungstuch angeschafft. Zur weiteren Ausrüstung des Fahrzeugs zählte auch ein Funkgerät.
Das Foto zeigt die Wehrkameraden mit dem neuen Fahrzeug bei der Übergabe während des Sommerfestes am Weinbrunnenplatz im Sommer 1982

Chronik2_1982

Das Bild zeigt von links nach rechts: Alfred Jostock, Wehrführer Matthias Schneider, Ehrenwehrführer Josef Weis, Weinkönigin Elfriede Schmitt, Hans Karling, Alfons Stoffel, Erich Schneider, Manfred Merkes, Klaus Ferber, Fritz Treinen, Helmut Heinfarth, Herbert Rosch, Gerd Jostock, Josef Scholtes, Alois Herber, Klaus Möschbacher, Günter Jakobi.

Schon seit längerer Zeit zeigte es sich, dass die Räumlichkeiten in der alten Schule den Anforderungen eines modernen Feuerwehrgerätehauses nicht mehr gerecht wurden. In dem Gebäude waren keine sanitären Anlagen und keine Heizung vorhanden. Der originale Holzfussboden war durch das Gewicht der Fahrzeuge an mehren Stellen durchgebrochen. Die entstandenen Löcher wurden nur notdürftig mit Sand und Kies aufgefüllt. Eine weitergehende Reparatur war aus Kostengründen nicht sinnvoll und auch nicht möglich. Um die Fahrzeuge aus der Halle zu fahren, mussten erst die Aussenspiegel eingeklappt werden. Ohne einen Einweiser war das Ein- und Ausfahren nicht möglich.

Nach diversen Vorberatungen in den verschiedenen Gremien wurden seitens des Gemeinderates Leiwen und der Verbandsgemeinderates Schweich im Frühjahr 1987 die erforderlichen Beschlüsse zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses gefasst. Standort für den Neubau sollte, trotz der Gefährdung durch Hochwasser, der Bereich Tränkgasse, im Anschluss an den neuen Festplatz sein. Das Gerätehaus sollte neben den Einrichtungen der Feuerwehr ( Fahrzeughalle mit 3 Toren / Einstellplätzen, Werkstatt, Schulungs- und Lagerraum) eine öffentliche Toilettenanlage und einen Kühlraum für den Fest- und Weinbrunnenplatz beherbergen. Nach einen Bauphase von rund eineinhalb Jahren konnte die Feuerwehr Leiwen mit einem grossen Fest im Mai 1989 die Einweihung des neuen Gebäudes feiern.

Noch im Rohbau, wurde der Neubau in der Zeit der Traubenlese 1988 kurzfristig umfunktioniert. Mehrere polnische Erntehelfer, die auf der Wiese bei anhaltendem Regen im Freien campierten, konnten vorübergehend ihr Quartier im Rohbau aufschlagen und waren so vor Regen und Kälte geschützt.

Die steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen sowie neue gesetzliche Bestimmungen erforderten es, im „unteren“ Bereich der VG Schweich ein „wasserführendes“ Fahrzeug zu stationieren. Von der Stützpunktfeuerwehr Schweich, die im Sommer 1989 ein neues Tanklöschfahrzeug erhielt, wurde das bisherige Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24), ein Mercedes LKW 1113, mit einem Wassertank mit 2.500 l Inhalt und eingebauter Pumpe mit einer Förderleistung von 1.600 l/min, der Feuerwehr Leiwen in einer Feierstunde übergeben. Diese Fahrzeug war bis zu seiner altersbedingten Ausmusterung im Jahr 1997 in Dienst und wurde dann durch ein neues, modernes Tanklöschfahrzeug ersetzt.

Damit nicht zu jedem Einsatzruf die Alarmierung mittels Sirene erfolgen musste, wurde die Feuerwehr Leiwen ab 1994 komplett mit Funkmeldeempfängern, den so genannten „Piepsern“ ausgestattet. Weitere Anschaffungen und Übernahmen waren in den folgenden Jahren eine Anhängeleiter ( AL 18 ), mit einer Steighöhe von bis zu 18 m, von der FF Schweich und ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) von der FF Föhren. Das Tragkraftspritzenfahrzeug wurde im Jahr 2001 zu einem Mehrzweckfahrzeug durch die Feuerwehr Leiwen umgebaut und dient noch heute als Transport- und Zugfahrzeug, u. a. für die Anhängeleiter.

Ein Meilenstein für die Feuerwehr Leiwen waren die Gründung der Jugendfeuerwehr und die Gründung eines Fördervereins im Jahr 1997. Durch die Gründung eines Fördervereins haben somit auch „Nichtfeuerwehrleute“ die Möglichkeit, der Feuerwehr Leiwen beizutreten.
Die Gründung der Jugendfeuerwehr erfolgte auf Anfrage von mehreren interessierten Jugendlichen aus dem Dorf. 12 Jungen und auch Mädchen traten der neu gegründeten Jugendfeuerwehr spontan bei. Durch gezielte theoretische und praktische Ausbildung, auch in spielerischer Form, lernen die Jugendlichen für den späteren Feuerwehrdienst und bilden so einen festen Grundstock für den Nachwuchs der Feuerwehr. Im Jahre 2001 konnten die ersten Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr übernommen werden, darunter auch die ersten drei Feuerwehrfrauen in der FF Leiwen.

Da 2010 vorhersehbar war, das das Mehrzweckfahrzeug 2011 nicht mehr die Betriebserlaubnis durch den TÜV erhalten würde und seitens der Verbandsgemeinde Schweich keine Ersatzbeschaffung vorgesehen war, übernahm der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Leiwen die Mammutaufgabe, in eigener Regie ein adäquates Ersatzfahrzeug zu beschaffen. Mit Hilfe einiger großzügiger Spender und eines Eigenanteils des Fördervereins in Höhe von rund 8.000 € schaffte man es, ein gebrauchtes Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) zu erwerben und in eigener Regie um- und auszubauen. Am Sommerfest im Jahr 2011 konnte dann das Fahrzeug nebst Anhänger der Wehr einsatzbereit übergeben werden. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf rund 14.000,00 €.

Wehrleiter Weinköinigin Hannah I

Übergabe des Mannschaftstransportfahrzeugs nebst Anhänger am Sommerfest der Feuerwehr Leiwen 2011.
Das Foto zeigt, von links nach rechts:
Weinkönigin Hannah I mit Prinzessin, WF Ralf Steffes, stellv. WF Jürgen Schneider, Alex Heilhecker,
halb verdeckt stellv. WF Michael Molitor, WL Alex Loskill, Ehrenwehrführer Matthias Schneider. 

Im Jahr 2013 zählte unser Gerätehaus bereits 24 Dienstjahre, was man auch optisch leicht feststellen konnte. Der Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Schweich beschloss daher eine komplette Außensanierung mit neuem Anstrich zu vergeben.  Im Vorfeld dieser Maßnahme, die im Sommer 2013 durchgeführt werden sollte, entschloss sich die Wehr, das Gerätehaus auch innen farblich neu zu gestalten. So wurden in vielen freiwilligen Stunden die Fahrzeughalle, die Werkstatt, der Schulungsraum sowie die Küche und das Büro farblich neu gestaltet. Zudem wurden alle Türen dem neuen Farbkonzept angepasst. Im Schulungsraum wurde die Deckenbeleuchtung komplett erneuert, im Büro wurden neue Schränke eingebaut. Die Werkstatt wurde mit einem Belüftungssystem versehen. Die Verbandsgemeinde übernahm die kompletten Kosten der Außenrenovierung und stellte dankenswerterweise die Farbe für die Innenanstriche zur Verfügung. Die neue Beleuchtung im Schulungsraum, die Büroeinrichtung und das Belüftungssystem in der Werkstatt finanzierte der Förderderverein der Freiwilligen Feuerwehr Leiwen. 

Hierfür sei beiden recht herzlich gedank
t!

Die nach folgenden Bilder zeigen: 

Front

 die Vorderansicht mit den Einfahrten

Schulung

den neu gestalteten Schulungsraum,

W.

die Seitenansicht

Büro

sowie unser neues Büro.

2016 konnten die handbedienten drei Sektionaltore, die in der Vergangenheit immer häufiger Defekte aufzeigten, durch elektrische Sektionaltore ersetzt werden. Diese sind mit einer Signaleinrichtung ausgestattet, die den Fahrzeugführern den Öffnungszustand der Tore anzeigt. Eine enorme Verbesserung der Sicherheit, besonders bei Ausfahrten in der Nacht.


MLF

Am 20. Oktober 2016 konnte unsere Wehrführung mit dem GF Technik ein neues, Mittleres Löschfahrzeug im Werk in Ulm von der Firma Magirus in Empfang genommen und zum Standort nach Leiwen überführt werden. Die ist eine Ersatzbeschaffung für das in die Jahre gekommene LF 8 (Löschgruppenfahrzeug 8), welches nicht mehr im Feuerwehrdienst der Verbandsgemeinde Schweich eingesetzt wird. Diese Ersatzbeschaffung ist im Rahmen des Beschaffungskonzeptes der Verbandsgemeinde Schweich erfolgt.
Bei dem Fahrgestell handelt es sich um einen MAN TGL 8.220 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 8,8 Tonnen. Bei der Motorisierung entschied man sich aufgrund der Einsatzgegebenheiten mit dem Höhenortsteil Zummet und dem auf der Höhe gelegenen Ferienpark Sonnenberg für eine Motorleistung mit 220 PS statt der üblichen 180 PS. Das Fahrzeug ist mit einem Automatik-Getriebe ausgestattet.

Zur weiteren Ausstattung gehört neben der Norm-Beladung u.a. :
Pumpenbedieneinheit HMI, Touchscreen, automatische Druckerhaltung und Tankbefüllung, Ansteuerung und Überwachung des Stromerzeugers, Bedienung der Umfeldbeleuchtung und LED Heckabsicherung, Fahrerhaus Bedieneinheit HMI Touchscreen, mit integrierter Rückfahrkamera und Überwachungssystem für Fahrzeug, Pumpe und Stromerzeuger, Umfeldbeleuchtung LED, Heckabsicherung LED, Elektro/Pneumatischer Lichtmast LED 4 x 50 W, das Fahrzeug führt 1.000 Liter Wasser mit.
Die offizielle Übergabe und Einsegnung des Fahrzeugs fand anlässlich des Sommerfestes der FF Leiwen im Mai 2017 statt..

G1+G3
MLF in Ulm

Die CoVid19 Pandemie 5                                                              

Mit Beginn der Corona-Pandemie, über die Ende 2019 erstmals berichtet wurde, musste ab dem Frühjahr 2020 im Zuge der gesetzlich angeordneten Hygiene- und Schutzmaßnahmen der Übungsbetrieb bei den Feuerwehren komplett ausgesetzt werden. Erst mit der Einführung der Abstandsregeln und durch das Tragen von Mund-Nasenschutzmasken konnten die Übungen nach und nach wieder aufgenommen werden.
 
Alle Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Leiwen haben die Pandemie gesund überstanden!


MTF

Ende 2020 musste unser MTF wegen eines Defekts aus dem Bestand genommen werden, eine Reparatur wäre unwirtschaftlich gewesen. Als Ersatz wurde uns von der VG Schweich das ehemalige MTF der Feuerwehr Longuich zur Verfügung gestellt, welches bis zur Ausmusterung Dezember 2022 unseren Fuhrpark komplettierte.

Digitale Funkmeldeempfänger - DME

Im Jahr 2023 hat die Verbandsgemeide Schweich mit der Ausgabe der digitalen Funkmeldempfänger QUAD X15 von Swissphone den Umstieg auf die digitale Alarmierung eingeläutet. Bei der Feuwerwehr Leiwen konnte der Umstieg Ende 2024 abgeschlossen werden. Die analoge Alarmierung über das 4m-Band wird bis zur offiziellen Abschaltung der Analogtechnik der primäre Alarmierungsweg für die Feuwehren bleiben.  

Tanklöschfahrzeug 3.000

Am 08. Mai 2024 wurde durch die Wehrleitung der VG Schweich, unserem Wehrführer und Wehrmännern unserer
Wehr
bei der Magirus GmbH in Ulm ein neues Tanklöschfahrzeug 3.000 (TLF) mit AluFire3 Aufbau auf Iveco Fahrgestell übernommen. Das Fahrzeug ist eine Ersatzbeschaffung für unser 29 Jahre altes TLF 16/24. Mit einer Motorleistung von 320 PS und einem Automatik-Getriebe ist das allradgetriebene Fahrzeug sowohl für den Ausrückebereich der Feuerwehr Leiwen, als auch für überörtliche Wassertransporteinsätze ausgestattet.
Die aus dem MLF bekannten HMI-Bedieneinheiten im Führerhaus und im Heck sorgen für einfache und verständliche Bedienung des Fahrzeuges. Der LED-Lichtmast mit 2 Aldebaran Hero 3 Schweinwerfern von Setolite sorgt am Heck mit 35.600 Lumen für genügend Helligkeit.
Entgegen der Norm konnte der Wassertank um 500 Liter auf 3.500 Liter vergrößert werden, Pump & Roll-Betrieb ist ebenso möglich wie der Einsatz der Schleuderketten. Der 5.000 Liter Faltbehälter stammt aus dem TLF 16/24.

10.23 front 10.23 l

Die offizielle Übergabe und die Einsegnung fand am Feuerwehrfest 2025 am Sonntag, dem 11. Mai statt.
Unser TLF 3000 ist Teil der neuen überörtlichen Unterstütztungseinheit Vegetationsbrand Mosel, welche in den Verbandsgemeinden Schweich und Trier-Land beheimatet ist.

MZF 2

Am 16. April 2026 konnte im saarländischen Ensdorf beim Aufbauhersteller Becker und Schmidt GmbH unser MZF 2 nach mehren Verzögerungen in Empfang genommen werden. Der Fahrzeug hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,49 to., es darf daher noch mit der alten Führerscheinklasse 3 gefahren weden. Es hat auf der Pritsche Platz für 4 Europaetten bzw. 4 Rollcontainer, die mit einer BÄR Ladeoardwand ein- und ausgeladen werden können.
Wie unser TLF 3000 kann auch unser MZF 2 zu überörtlichen Einsätzen zum Matrialtransport alarmiert werden.
Die Einsegnung und die offizielle Übergabe sollen an einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

10.72. III

Ende der analogen Alamierung

Im Frühjahr 2026 war der Umstieg auf digitale Meldempfänger abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt waren auch alle Sirenen mit digitalen Empfangsgeräten ausgestattet und der Umstieg auf die digitale Alarmierung komplett. Die alten 4m-Funkmeldeempfänger, bei manchen Kameraden über 20 Jahre alt, wurden eingesammelt und die analoge Alarmierung über das 4m-Band abgeschaltet.
Ab dem 10. September 2026 erfolgt die Alarmierung der Feuerwehren in der VG Schweich ausschließlich über DME.  

die Feuerwehr in Leiwen

Doch nicht nur bei den Einsätzen ist die Feuerwehr mit dabei. Bei weltlichen und kirchlichen Einsätzen beweisen unsere Frauen und Männer jedes Jahr, dass auch sie ihren festen Platz in der Dorfgemeinschaft haben.
Durchschnittlich werden so jährlich rund 2.500 Stunden freiwilliger Dienst für die Allgemeinheit geleistet.

Anmerkungen 1-4:
“Für Ihre Hilfe bei meinen Recherchen zur Geschichte der Feuerwehr Leiwen bedanke ich mich bei meinem Vater, Ehrenwehrführer Matthias Schneider sowie bei den Herren Josef Weis-Jung und Oswald Werner; für die Arbeit im Landeshauptarchiv Koblenz und die Sichtung anderer Quellen bei Herrn Hermann Erschens.” Gerd Schneider


Nachweise
1 LHAK, Best. 655, 178, Nr. 180: Beschlüsse Bürgermeisterei Leiwen (1846-1894).

Landeshauptarchiv Koblenz, Best 655, 178, Nr. 180: Beschlüsse der Bürgermeisterei-Versammlung
der Bürgermeisterei Leiwen (1846 – 1894)

Clüsserath, den 28. Juli 1872
Vorsitz: Bürgermeister Sprenger

Bürgermeisterei-Vertreter:
von Leiwen:
Weis, Vorsteher
Regnery, Nikolaus
Scholtes, Nikolaus Eduard
Rosch, Jacob

von Köwerich:
Scholtes, Vorsteher
Koewerich, Johann

von Detzem:
Rauen, Vorsteher
Lorenz, Nikolaus
Thul, Mathias

von Thörnich:
Thul, Vorsteher
Bartz, Johann

2 Amtsblatt der Regierung zu Trier 1834, Nr. 359.

3 Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung zu Trier vom 05. Februar 1846.

4 Schulchronik I, 1914

5 Weiterführung der Chronik Heiner Martini

 

Aktualisiert in Leiwen im September 2026
Gerd Schneider und Heiner Martini

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